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Karriere an der Nähmaschine: Ausbildung als Näher/in

Spätestens, wenn wir selbst entscheiden können, welche Kleidung wir tragen wollen, entwickeln wir unser persönliches Gespür für Mode. Dieses kann sehr stark ausgeprägt sein oder aber auch kaum bis gar nicht vorhanden. Meist entscheidet sich das schon in jungen Jahren, wird in der Pubertät noch gesteigert und findet seinen Höhepunkt im Erwachsenenalter.

Viele Frauen wie auch Männer können sich für die Schnitte und Muster renommierter Modezaren (u.a. Christian Dior, Iyes Saint Laurent und Coco Chanel) so sehr begeistern, dass sie selbst eine Karriere als Designer anstreben. Doch auch sie müssen wie ihre großen Vorbilder klein anfangen und erst einmal die Kunst des Nähens erlernen. Denn wer Mode kreieren möchte, muss auch wissen, wie sie hergestellt wird bzw. wie der Entstehungsprozess funktioniert. Diesen empfehlen wir eine Ausbildung zur Näherin bzw. zum Näher – welche Voraussetzungen man erfüllen muss, um die Lehre anzutreten, und welche Themenschwerpunkte behandelt werden, listen wir im nächsten Abschnitt noch einmal genauer auf.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt werden?

Um eine Ausbildung zur Näherin bzw. zum Näher anzutreten, muss nicht zwingend ein Schulabschluss vorhanden sein. Ob man die Lehre antreten kann oder nicht, entscheidet die Agentur für Arbeit. Wenn also kein Abschluss erforderlich ist, welche Eigenschaften sollte man dann mitbringen, um die Kunst des Nähens zu erlernen? Ganz einfach: Die Ausbildung dauert in der Regel zwei bis maximal drei Jahre und findet in einem handwerklichen Textilgewerbe oder in Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation statt. Deshalb setzen die Ausbilder voraus, dass man folgende Kriterien erfüllt:

  • Ein hohes Maß an Sorgfalt, da die Kleidung nach Schnittmustern angefertigt wird und deshalb fehlerfrei sein muss. Die Stoffe werden millimetergenau ausgemessen und müssen nach Fertigstellung zu 100 % passen.
  • Um die Nähmaschine richtig bedienen zu können, sollte man nicht nur handwerklich geschickt sein, sondern auch Mathe beherrschen. Denn während und nach der  Ausbildung zur Näherin bzw. zum Näher muss man in der Lage sein, die benötigte Materialmenge auszurechnen.
Ausbildung zur Näherin

© Jupiterimages/Photos.com/Thinkstock

Wie läuft die Ausbildung genau ab?

Da es sich um eine duale Ausbildung handelt, teilt sich die Lehre in einen praktischen und einen theoretischen Teil auf. Praxisnahe Erfahrungen sammeln die Auszubildenden in dem Betrieb, der sie ausbildet (z.B. Änderungs- und Maßschneiderei, Bekleidungshäuser inkl. Änderungsdienst), sowie in mindestens einem Betriebspraktikum. Dort durchlaufen sie verschiedene Abteilungen und lernen den Umgang mit unterschiedlichen Nähmaschinen kennen. Die Theorie findet hingegen in einer Berufsschule statt – oder in einer Einrichtung der beruflichen Rehabilitation.

Was verdient man als Auszubildender?

Natürlich bekommt man während einer Ausbildung zur Näherin bzw. zum Näher auch ein monatliches Gehalt: Die Verdienstmöglichkeiten belaufen sich für gewöhnlich auf 600 bis 800 Euro, das hängt immer von dem Ausbildungsjahr ab und wird deshalb mit der Zeit mehr.

Welche beruflichen Perspektiven werden Nähern geboten?

In der textilverarbeitenden Industrie werden immer Näher gesucht, aber man kann auch in einer Änderungsschneiderei anfangen oder sich gleich selbstständig machen und eine Karriere als Modedesigner anstreben. Die Grundkenntnisse, wie man Kleidung herstellt, sind dann jedenfalls schon einmal vorhanden und öffnen einem ganz neue Möglichkeiten, in der Textilbranche Fuß zu fassen. In welcher Form, muss jeder Absolvent selbst herausfinden.

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